Samstag, 10. Dezember 2016

Durch das "berüchtigte " Rif zu den Königsstädten




Unsere Reise geht weiter in das Landesinnere


 Wir verlassen die heimelige Bucht und wollen durch die östlichen Ausläufer des Rif-Gebirges Richtung Taza fahren. Diese Straße hat uns der CP-Betreiber in Cala-Iris als angenehm und sicher-schneefrei empfohlen. Auch von Rauschgifthändlern sei man hier  verschont, obwohl diese ohnehin sehr harmlos seien.

Schnee und größere Steigungen haben wir nicht,  a b e r  , dies wird wohl in einigen Jahren eine Super-Verbindung zur Ost-West-Autobahn im Süden, doch bis dahin werden wohl noch einige Jahre vergehen! Momentan endet die anfänglich manierliche Straße bald in einer endlos langen Baustellen-Strecke. Meist ist eine der beiden Spuren 500 m weit  fertig asphaltiert und wechselt jeweils über einen starken „Hobser“ in Schotterpiste. Doch nicht genug damit! 


Auf Grund der vergangenen, anhaltenden Regenfälle ist der rote oder gelbe Lehm oft zu so tiefem „Letten-Belag“ geworden, dass man die Reifen seitlich rutschen oder durchdrehen spürt. Der Gegenverkehr und überholende Autos bespritzen uns bis über die Seitenfenster hinauf; die Kilometer-Leistung sinkt auf unter 30 km pro Stunde.
Längere, schon fertige Bau-Abschnitte, verleiten zur Annahme, wir könnten schon „durch“ sein. 



Es ist leider nicht so!  —  Wir fahren auch immer wieder durch Gewitter-Fronten; das abfließende Wasser formt richtige Gräben in die weiche Erde und die sonst immer ausgetrockneten Bachläufe sehen mit ihren dick-gurgelnden, braunen Fluten, manchmal schon fast bedrohlich aus. 



In jedem Ort  gibt es Einkaufsmöglichkeiten und wir bräuchten  Brot und Jogurt, doch ohne Gummistiefel ist das "Letten-waten" und Einkaufen nicht möglich. Wir fahren weiter, irgendwo wird es wohl besser sein.

In der Region Taza soll es laut unserer Unterlagen einen Stellplatz für Womos geben ? —  Es ist schon 16 Uhr und wir gehen das Risiko eines nutzlosen, 60 km langen Umweges nicht ein; wer weiß, ob dieser Platz noch existiert? Die letzten Einträge von diesem Platz sind aus dem Jahr 2014. Es sind noch ca. 120 km Autobahn nach Fes und dort sind wir ortskundig!


Bei Dunkelheit und Stark-Regen kommen wir nach Fes



Immer wieder ziehen Unwetterfronten ganz bedrohlich finster über uns und es schüttet wie aus Kübeln, deshalb erreichen wir fast sauber-gewaschen die Außenbezirke der Königsstadt. Innerhalb einer Viertelstunde wird es Nacht und es regnet  immer noch stark.  „Sygic“ auf unserem iPad navigiert etwas anders, als wir es von unserem bevorzugten "Igo-Primo" gewöhnt sind. Die Zielführung hätte sich sich im Nachhinein als korrekt erwiesen. „Das Ziel befindet sich links“, verkündet unsere "Susi" auf einer stark befahrenen Straße mit Autobahn-Zu- und Abfahrten. Auf Grund der Spiegelungen von vielen Scheinwerfern auf der nassen Fahrbahn können wir nicht einmal erkennen, ob es hier eine bauliche Trennung der Fahrbahnen gibt oder nur Sperrlinien.

Also, am Strassenrand stehenbleiben, unser Navi neu programmieren, und schließlich werden wir über eine Umkehrschleife zur Zufahrt auf der rechten Fahrbahn-Seite geführt. 


Endlich erreichen wir die neue Camping-Platz-Zufahrt, jedoch entgegengesetzt von der uns gewohnten. Kein Wunder, dass unsere Ortskenntnis versagt hat! 

Beim Einchecken an der Rezeption muss ich neben dem Ausfüllen des Formulars einem geschäftstüchtigen Stadtführer erklären. dass wir seine Dienste nicht in Anspruch nehmen wollen.  Wir suchen uns einen Platz und bei einem Glas'l Wein lassen wir den  etwas anstrengenden Tag ausklingen. Es waren ca. 270 km.



Überraschung im Supermarkt

Bei Marjane suche ich in der Obst und Gemüseabteilung  vergeblich nach einem Nylonsack'l, so wie bei uns, um das Gemüse einzupacken ... es gibt nur noch Papiersäcke!  Auch an der Kassa bekommt man nur noch textile Einkaufssäcke ... wie fortschrittlich ist man doch in Marokko. Im Großmarkt  Atacado ist es auch genauso.



Übernachten an der Stadtmauer ...
nahe dem Bab Boujeloud, im Zentrum fahren wir zum Parkplatz. Freudig begrüßen uns die Parkwächter und weisen uns zu einem rückwärtigen, ruhigeren Platz. 
Er kostet 50 Dirham.






Wir spazieren durch einen Teil des  Suqs, viel Gemüse und vor allem frisch gepflückte Oliven werden angeboten. 






Natürlich beschnuppere ich Teemischungen und Gewürzmischungen beim Herboristen und kaufe auch ein kleines Päckchen. Ich liebe die vielen Gewürze Marokko's und verwende sie gerne in meiner Küche.
Wir finden einen Metzger, der über den "Pudel hupfen " muss, um uns das Cotelette de boeuf verkaufen zu können.



Gerberei und viele andere Highlights von Fes kennen wir schon.  --  Einige Japaner sind unterwegs, sonst sind kaum Touristen hier.



dieser ältere Herr genießt vor seinem Geschäft ein Glas Milch 


Die Gassen des Suqs mit dem besonderen Flair

Am Abend haben zwei Pärchen bis 21 Uhr neben uns diskutiert und gekichert, dann wurde es ruhig. Wir schlafen gut auf dem Parkplatz (für Nichtcamper oder jene, denen dazu der Mut fehlt, nicht leicht nachvollziehbar) und bevor wir Morgen-Kaffee genießen, muss ich ganz schnell ein Foto machen; so herrlich begrüßt uns die Morgensonne. Dann  beim Frühstück, spüre ich in meinem Mund einen Fremdkörper ... eine Zahnplombe hat sich selbstständig gemacht.


Es sind noch kaum Menschen auf der Strasse als wir starten. Nur ein "Selbständiger Transportunternehmer" ist schon dabei, seinen "Firmen-Truck" in Gang zu bringen



Wir verlassen Fes durch eines der vielen Tore und
fahren auf der Bundesstrasse nach Meknes, wir waren schon lange nicht mehr dort.
In der modernen Vorstadt staunen wir nicht schlecht, --  bei der Verkehrsampel werden die Sekunden bis zum Umschalten herunter-gezählt und angezeigt. 


Bald erreichen wir den Parkplatz, wo wir heute bleiben werden. Von hier aus kommt man gemütlich zum Ort des Geschehens.



 frisch gepresster Zuckerrohrsaft gefällig? 


oder vielleicht lieber eine Kutschenfahrt?


aber zuerst braucht das Pferd noch neue "Schuhe"

Das Bab el Mansour ist das Tor zur Ville Imperial, wo früher das Gericht tagte und die Köpfe der Verurteilten über dem Tor zur Schau gestellt wurden.


Beim "Eintauchen " in der Medina werden wir mit einer Vielfalt "Weihnachtsbäckerei" überrascht




Das Olivenangebot, wieder kunstvoll präsentiert, 


schon der Anblick dient unserer Gesundheit 


und im Bereich Bekleidung tummeln sich so viele Schauer und Käufer, dass wir  schleunigst einen Weg in die "Freiheit" suchen



Im Gebäude des  Mausoleums von Moulay Ismail ist eine Polizeistation installiert.
Im Inneren des Hofes spiegeln sich die ehrwürdigen Zinnen der Stadtmauer in den Glasfenstern.

Wir trinken auf dem Place de Hedim ein Cola und genießen das Treiben um uns herum.






























Dienstag, 6. Dezember 2016

Entlang dem Rif Gebirge


Wieder in unserem liebsten Winterurlaubsland


Auf einem Parkplatz in Martil hält ein Mobil mit marokanischen Kennzeichen neben uns. Es steigen sechs Frauen und ein Mann aus und grüßen uns sehr freundlich, so wie es sich eben unter Wohnmobilisten gehört.

Es ist schon einige Jahre her, seit wir das letzte Mal diese Mittelmeerküste gefahren sind. Damals hatten wir auf Grund der, noch nicht fertiggestellten Strasse, schon einige mulmige Erlebnisse, nachzulesen in unserem ==>> Reisebericht aus dem Jahr 2009


Wir bleiben zwei Nächte auf dem  Campingplatz Al Boustane in Martil um uns ein bissl zu regenerieren. Er schaut immer noch gleich aus, nur das Santärhäuschen ist neu und er ist zwischenzeitlich von Wohnblocks eingeschlossen. Bald stellt sich eine "Bettlerin mit Kind " ein.



Unser geplanter Stopp in Qued-Laou muss ohne CP auskommen; bei unserem letzten Besuch gab es hier noch einen. Neben einigen anderen Kleinigkeiten bekamen wir hier Mittelmeer-Sardinen .... das Kilo um 10 Dirham.


Diese haben einen weitaus besseren Ruf als die des Atlantik’s. Das Resultat, marokkanisch marinierte Doppelfilet’s  —  immer 2 und 2 zusammen in Mehl gewendet und in Butter/Oivenöl herausgebacken  —  war dementsprechend delikat.




Wir übernachten auf dem Parkplatz der Strandpromenade und das ist dank des abendlichen Regenschauer’s angenehm ruhig; die Dorfjugend neben und rund um uns hat die Lust am Fußballspielen verloren! 


Parkplatz-Gebühr 30 DH für den Gardien. (im Vergleich zum Sardinen-Preis nicht gerade billig!)


Die Straßenkehrer machen Wetterschicht

In El-Jebha soll ein, zum Übernachten geeigneter Platz sein; unsere Susi findet ihn nicht auf Anhieb und weil wir heute erst 80 km gefahren sind, haben wir auch nicht danach gesucht. 

Die Küstenstraße steigt immer mehr an.


 Tafeln warnen vor Steinschlag und wenn man die Hangabbrüche neben dieser recht neu erbauten Küstenstraße sieht, sind diese Warnungen durchaus angebracht.

Oft scheinen die desolaten Hangbefestigungen schon bedrohlich

In fast regelmässigen Abständen wachen Polizeistationen über das Mittelmeer.
Abwechslungsreich, wie fast überall in Marokko, kommt beinahe nach jeder Kurve ein tolles Motiv vor die Kamera, doch meistens bin ich zum Fotografieren zu spät dran.


Ich bin fast sicher, dass diese Frauen kein Fitnesscenter brauchen.

Die Wolken verdecken die Gipfel des Rifgebirges

 weit verstreut kleben die Bauernhäuser an den Hängen 

Dann kommen wir zu jenem Abschnitt, der für uns 2009 der reinste Horror war. Vor dem damals noch nicht eröffneten Straßenabschnitt sehen wir unsere "Route" ins Tal, der damals bestenfalls wie ein Muli-Schmuggler-Steig beschaffen war. Zuerst den Hang, dann, beim gelben Pfeil durch ein Bachbett und schlußendlich noch durch ein Flußbett ... der zweite gelbe Pfeil zeigt die Stelle an.

Uns wird heute noch ganz anders, wenn wir diese Situation Revue - passieren lassen. Doch es gab nur zwei Möglichkeiten: die rumplige, mit großen Schottersteinen bepflasterte Straße im Schritttempo zurückzufahren, oder hier herunter. Es ist ja alles gut gegangen, unser Womo und wir haben es gemeinsam geschafft.

Zum Glück ist all’ das Vergangenheit, doch auch der neuen Straßendecke sind Verschleiß durch Verkehr, Hangabbrüche und Muren bereits wieder anzumerken. 

Kala-Iris ist immer noch der verschlafene, kleine Fischereihafen. Eine neue, unbefestigte Hangstraße hat einen sehr schön gelegenen Campingplatz über dem Hafen ermöglicht. 




Wir bleiben zwei Tage, denn die tolle Aussicht wollen wir nicht so schnell gegen eine andere  tauschen. Außerdem wird heute bei uns zu Hause der neue Bundespräsident gewählt und wir möchten es schon wissen, ob unser Wunschkanditat das Rennen macht. 


Fischerboote verlassen in der Abendsonne den Hafen und der sonst so graue Felsen zeigt sich auch von einer ganz anderen Seite

Es regnet immer wieder und das dabei bildet sich ein Regenbogen, der sich über die ganze Bucht spannt.


Auf der Zufahrt gibt es eine lehmige Kurve in der Steigung, die möglicherweise bei Regen nicht leicht zu bewältigen sein könnte. Der Besitzer fährt uns zu einer Besichtigung hinüber und wir wollen es probieren. Außerdem bietet er uns an, einen Tag ohne Bezahlung bleiben zu können, wenn die Wegkurve noch einen Tag zum Trocknen brauchen sollte. Wir probieren es ... und es geht. 



Auf dem Weg nach Al Hoceima fallen uns Heuschober auf, welche mit stein-beschwerten Netzen überspannt sind und, so wie überdimensionale Pilze, meist in der Nähe von Behausungen stehen.



Al Hoceima hat keinen Campingplatz, doch nach unseren Informationen könnte man auf einem bewachten Parkplatz übernachten. Wir standen allein auf dem Platz; von Bewachung keine Spur! Um in die Stadt zu kommen hätten wir weit auf das Felsplateau hinaufgehen müssen; so lange  wollten wir unser Mobil nicht in der Bucht alleine wissen! 



Am 24. Feber 2004 verloren ca 600 Menschen bei einem schweren Erdbeben in der Region ihr Leben




Üppig blühende Papageienblumen und Wandelröschen lassen uns den Winter vergessen. 



Eine von vielen jungen Katzen


Die vorgelagerte Insel Penon de Albucemas ist schon seit 250 Jahren im Besitz Spaniens.














Freitag, 2. Dezember 2016

Einreise in Marokko

Wir überraschen Camperfreunde in ihrem Winterdomezil


In La Manga werden wir Gerhard und Lutz mit ihren Frauen auf dem CP besuchen. Unsere E-mail-Anmeldung haben wir versehentlich an die (sehr ähnliche) Adresse des Sohnes vom Gerhard geschickt. Kein Wunder, dass es nicht beantwortet wurde.  

Dass Gerhard einen Wohnwagen der Marke Kabe besitzt, wissen wir.  Bei einem kleinen Orientierungsrundgang haben wir diesen Wohnwagen gleich entdecktund am Vorzelt geklopft: Die Dame des Hause hat uns nicht erkannt: eh klar ... wir sind bei einer Schwedin gelandet.—  Dann hat sich alles schnell aufgeklärt; die Dame sprach sehr gut deutsch und wusste natürlich, wo der zweite Kabe-Wohnwagen-Besitzer auf diesem Platz zu Hause ist. Wir hätten halt doch auf die Platznummer schauen sollen.

 Lutz hat einen kleinen Bungalow für die Zeit seines Aufenthaltes gemietet und hier verbrachten wir, leider ohne Gerhards Frau, die an einer Darmgrippe leidet, einen netten Abend.

Noch niemals waren wir auf einem „Überwinterer“-Platz. Es ist beeindruckend, was für riesige Push-out- Mobile und Sattelaufleger hier für diese 6 Monate zusammen gekommen sind. Auf vielen dieser Plätze wurden liebevoll Steingärten und Blumen-Beet-Arrangements errichtet. Oft sieht man die Vornamen der Bewohner wie Hausnummern aus spanischen Buchstaben-Fließen angebracht. Überraschend viele Engländer sind am Platz und ein ganzes Germanen -Viertel; auch Weihnachtsbeleuchtungen dürfen hier nicht fehlen! 

Almerimare hat einen neuen Stellplatz dazu bekommen: er ist zwar billiger, aber liegt bei weitem nicht so schön  wie der beim Leuchtturm.




In Malaga ist die Autobahn-artige, gebühren-freie Umfahrung fertig, dadurch entfallen nun die lästigen Kreisverkehre! ...  
In Algeciras gibt es den Lidl nicht mehr auf dem jahrelang-gewohnten Platz, und bei „Carlos“, unserem langjährigen Marokko-Fähr-Karten-Verkäufer, treffen wir nach längerem wieder den Senior-Chef, er begrüßt Evi wie  eine persönliche Bekannte. 

Zum Übernachten fahren wir zu unserem bewährten Platz in La Linea. Wieder liegen einige große Schiffe auf Reede; der nahe Felsen von Gibraltar ist oft in rote Abendrot-Wolken gehüllt und mehrere Flugzeuge starten von der kurzen Startbahn auf’s Mittelmeer hinaus. 


Die Bar am Platz bietet leider keinen W-Lan mehr!  


Wir verlassen Europa


30. 11. 16:  Von den 3 möglichen Überfahrten nach Ceuta entscheiden wir uns für die erste um 8 Uhr und sind sehr überrascht, dass dies wirklich die Abfahrtszeit nach spanischer (Mez) Zeit ist. Beim Einchecken weist der Beamte immer wieder auf den Vermerk "TANGER MED" hin und will den handschriftlichen Eintrag "Ceuta" auf dem Ticket nicht akzeptieren. Nach einem etwas längerem Hin und Her und einem Telefonat klappt es schlussendlich doch.

Die Überfahrt ist stürmisch. Die Anzeigen, sogar auch auf deutsch, welche die Passagiere zum Sitzen auffordern, ähneln denen der Anschnallpflicht in Flugzeugen. Sie bleiben während der ganzen Überfahrt eingeschaltet.Wir machen es uns in den Pullmansesseln bequem und überstehen die knappe Stunde ohne Gebrauch einer Papiertüte, die eine Stewardess schon vor dem Auslaufen anbietet. 





Unser Navi leitet uns auf dem kürzesten Weg durch Ceuta zum Grenzübergang, doch hier herrscht reinstes Chaos. Hunderte Marokkaner- innen sitzen auf Kartonunterlagen am Strand und unzählige Policia- und Guardia-Civil Autos, und noch mehr Uniformierte, die uns im grenznahen Kreisverkehr durch und wieder zurück nach Ceuta winken.
Auf unsere Frage, warum wir nicht weiterfahren können, bekommen wir die Auskunft, dass die Marokkaner die Grenze geschlossen hätten. Wie lange? Ein Achselzucken ist   die Antwort. Wir drehen um und mit einigen französischen Mobilen warten wir etwa in der Mitte zwischen dem Ort und der Grenzstation auf einem großen Parkplatz an der Küste. Niemand weiß mehr als wir.



Um von hier fort zu kommen, gibt es keine Alternative. Auch die Möglichkeiten, unsere Ziele zu ändern, beginnen erst hinter der Grenze; und der Rückweg zum spanischen Festland würde unsere Rückfahrts-Buchung verbrauchen. Außerdem haben wir diese gar nicht von hier, sondern von Tanger-Med gebucht! 
Schließlich sehen wir doch wieder Gegen-Verkehr und Bewegung auf der Straße, der auf Öffnung der Grenze schließen lässt. 
So ist es auch! Der etwas aufwendigere Grenz-Übertritts-Verlauf wegen Christians neuem Reisepass ist bald hinter uns und zu unserem Erstaunen wissen die „Grenzhelferlein“ nichts von einer geschlossenen-gewesenen Grenze. 

In der Stadt Tetouan können wir Internet kaufen, obwohl es, wie bei Maroc-Telekom üblich, nicht ganz einfach ist;  es dauert wieder einmal geraume Zeit; hier sind halt noch Beamte, wie in unserer „guten, alten Zeit“. 


Ein Informations-SMS über unsere Einreise in Marokko wurde von unserer Tochter  folgendermaßen kommentiert: "fein, dann seid ihr ja nun wieder in Sicherheit“